60-Mann-Kader für Japan-Spiel benannt

AFVD-Leistungsportdirektor Marshall Happer und die beiden Koordinatoren der Nationalmannschaft, Brad Arbon (Offense) und Walter Rohlfing (Defense) haben die 60 Spieler benannt, die in der engeren Wahl stehen, zu den 45 Aktiven zu gehören, die am 24. April in der Düsseldorfer ESPRIT-Arena das erste American-Football-Länderspiel Deutschlands gegen den zweimaligen Weltmeister Japan bestreiten dürfen. Im Jahr der Europameisterschaft im eigenen Land (vom 24. bis 31. Juli in Frankfurt/Main) ist der German-Japan Bowl der letzte und auch ultimative Test für das deutsche Team, das nach
2001 unbedingt zum zweiten Mal Europameister werden will.

Die Zusammenstellung des erweiterten Kaders für das Japan-Spiel erfolgte daher bereits stark unter der Prämisse, dass im Kern auch der Kader für das EM-Turnier im Sommer damit bereits stehen sollte. Auch wenn der Vergleich mit Japan für sich genommen selbst schon ein Höhepunkt der deutschen Länderspielgeschichte und mehr als nur ein freundschaftliches Länderspiel zur Vorbereitung ist: Noch nie hatten die beiden stärksten Football-Nationen außerhalb Nordamerika bei bisherigen Weltmeisterschaften die Klingen kreuzen müssen, und es ist auch das erste Mal, dass die beiden Nationen überhaupt ein interkontinentales Freundschaftsspiel bestreiten. Der Vergleich gegen Japan ist ein lang gehegter Wusch der Aktiven und Coaches der Nationalmannschaft, denn nur im direkten Vergleich lässt sich klären, inwieweit Deutschlands American Football tatsächlich mit den außerhalb Nordamerikas führenden Japanern, die bereits seit den 30er Jahren Football spielen, mithalten kann. Möglich wird die Erfüllung des Wunsches nach dem Duell mit den Spielern aus dem Land der aufgehenden Sonne nur, weil mit der Düsseldorfer ESPRIT-Arena ein starker Partner durch den AFV Deutschland gewonnen werden konnte, dessen logistischer „Esprit“ aus dem Wunschtraum Wirklichkeit werden lässt.

Der Kader der Nominierten selbst spiegelt die derzeitige Landschaft des American Footballs in Deutschland wider. Aus 20 verschiedenen Vereinen kommen die Spieler, darunter sieben GFL-2- und auch zwei Regionalliga-Vereine. Die breite Streuung und dass fast ein Drittel der Spieler derzeit nicht bei einem Verein der GFL spielt, zeugt nicht nur von der akribischen Arbeit, die der Trainerstab in den vergangenen Monaten geleistet hat. Es zeigt auch, dass - anders als in einigen etablierten Profi-Sportarten - viele der besten deutschen Footballer wohnortnah spielen, sei es aus Vereinstreue oder aus beruflichen Gründen, und dies für sie kein Nachteil ist, wenn es darum geht, auf dem Radar der Scouts der Nationalmannschaft aufzutauchen. Und mittlerweile gibt es auch auf der Position des Quarterbacks, die in vielen Vereinen bis vor wenigen Jahren fast ausnahmslos amerikanisch besetzt war, genügend Auswahl für das Nationalteam. Aber dies wird sich endgültig dann erst nach der EM in seiner ganzen Vielfalt erweisen, vor dem großen Turnier setzen die Bundestrainer erst einmal weiter auf bewährte Kräfte: Joachim Ullrich (Marburg Mercenaries) und Dennis Zimmermann (Braunschweig Lions), die in ihren Vereinen in der GFL den Starter-Posten inne haben, ergänzt durch Philip Stentzel (Cologne Falcons), bilden das Spielmacher-Trio der schwarz-rot-goldenen Auswahl.

60er Kader Deutschland

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